Hausenblas – Der Name ist Programm

Staubsauger-Vertreter deluxe gibt sein Wissen als Coach weiter

Der Bericht in der letzten Network-Karriere über die Fernseh-Karriere von Michael Hausenblas, dem Hyla-Staubsauger-Vertreter deluxe, hat eine Flut von Leserbriefen ausgelöst. Eindeutige Tendenz: „Bringt mehr über unseren Direktvertriebs-TV-Star Michael Hausenblas. Dieser Mann zeigt wie engagiert und solide im Direktvertrieb gearbeitet wird …“ Wer die sechsteilige Serie von und mit Hausenblas und seiner Partnerin Angelina Martin gesehen hat, kann die hohen Einschaltquoten nachvollziehen. Sie sind die schwäbischen Geissens, nur dass sie nicht nur Geld ausgeben, sondern zeigen, wie einfach man im Direktvertrieb erfolgreich sein kann. Einziges Geheimnis: Das richtige Produkt und Fleiß, Fleiß und noch einmal Fleiß.

Über das lukrative Hyla-Staubsaugergeschäft und seinen riesigen TV-Erfolg haben wir in unserer letzten Ausgabe mit Michael Hausenblas gesprochen. Dabei verriet uns Hausenblas, dass er neben seinem 14 Stunden-Job als Hyla-Ge­schäfts­führer noch eine zweite Karriere aufbauen möchte. Sein Ziel ist es, die Grundlagen seines verkäuferischen Erfolgs und Wissens an andere Unternehmen weiterzugeben: Michael Hausenblas bietet spezielle Verkaufscoachings an.

Network-Karriere: Herr Hausenblas, bei dem enormen Tempo, mit dem Sie in den vergangenen Jahren Hyla Germany aufgebaut haben, plus dann noch die zeitaufwändigen Fernsehsendungen, müsste man davon ausgehen, dass Sie zeitlich komplett ausgelastet sind. Geht da trotzdem noch nebenher ein Coaching-Unternehmen?

Michael Hausenblas: Es ist natürlich richtig, dass mich das Hyla-Geschäft zeitlich voll auslastet. Schließlich bin ich nicht nur Geschäftsführer, sondern in erster Linie ein Staubsaugerverkäufer mit Leib und Seele und der Freund, Trainer und oft mal auch Seelentröster meiner Vertriebspartner. Trotzdem, auch viel Arbeit zu bewältigen ist immer nur eine Frage der Organisation. Ich erlaube mir keine Leerläufe und unproduktive Termine und schaffe mir dadurch zeitliche Freiräume.

In den nunmehr knapp 25 Jahren erfolgreicher verkäuferischer Tätigkeit habe ich mir ein Wissen angeeignet, auf das ich stolz bin. Ich sehe in den Trainings meiner Vertriebspartner wie wichtig und sinnvoll es ist, dieses Wissen 1:1 weiterzugeben. Das möchte ich nun mit einer kleinen, aber feinen Coaching-Firma tun.

NK: Heißt das, Michael Hausenblas verabschiedet sich, wenn auch vielleicht schleichend aus dem anstrengenden Staubsauger-Geschäft und wechselt ins Trainerlager?

Michael Hausenblas: Nein auf keinen Fall. Das Hyla-Geschäft ist mein Baby, das mit jedem Tag größer und liebenswerter wird. Solch eine geschäftliche Perle gibt man nicht ab. Das würde ich meinen treuen Vertriebspartnern und schon gar nicht meiner Partnerin Angelina Martin nie antun.

Ich brauche zudem auch den direkten Kontakt zu den Kunden. Zu ganz normalen Leuten, die stolz auf ihre eigenen vier Wände sind und diese, am besten natürlich mit einem Hyla-Reinigungssys­tem, he­gen und pflegen. Das hat Charme und macht Spaß.

NK: Trotzdem noch eine eigene Coaching-Firma dazu?

Michael Hausenblas: Zunächst einmal wird das Coaching für Fremdfirmen nur einen kleinen Teil meiner Arbeitszeit einnehmen. Zu vergleichen ist das ungefähr mit den erfolgreichen Vertrieblern, die irgendwann ein Buch über ihre Arbeit schreiben. Deshalb ziehen sie sich auch nicht aus dem Vertrieb zurück.

Zum anderen ist ein Top-Verkäufer, der als Praktiker sein Wissen weiter gibt, von Seiten der Industrie, Versicherungsgesellschaften, Autoherstellern, Verlagen und mittelständischen Unternehmen sehr gefragt. Durch meine Fernsehserien habe ich eine ganze Reihe konkreter Anfragen erhalten. Das reizt mich natürlich. Da kann ein geborener Verkäufer nicht nein sagen.

NK: Die Meinungen, ob man professionelles Verkaufen überhaupt lernen kann oder ob man, wie Sie sagen, als geborener Verkäufer auf die Welt kommt, gehen weit auseinander. Kann man Verkaufen lernen?

Michael Hausenblas: Aber ja doch. Verkaufen muss man sogar lernen. Sicher, es gibt eine gewisse Grundveranlagung, das steht außer Frage. Diese muss aber auf eine solide Basis gestellt werden. Auch ein Verkäufer braucht sein Handwerkszeug und das ist das Wissen, wie man Kunden gewinnt und vor allen Dingen, wie man schlussendlich zu einem Abschluss kommt.

Vergleichen Sie das einmal mit einer Hausfrau oder Hobbykoch, die sehr gut kochen können. Es ist ein himmelweiter Unterschied, zu Hause fein zu kochen oder in einer Restaurantküche 100 Essen in zwei Stunden auf den Tisch zu zaubern und dabei auch noch Geld zu verdienen. Wenn der Küchenprofi nicht wirklich gelernt hat, gut und wirtschaftlich zu kochen, wird er unweigerlich scheitern.

NK: Kann man die Arbeit eines Staubsaugervertreters wirklich auf einen Auto- oder Finanzdienstleistungs-Verkäufer adaptieren?

Michael Hausenblas: Selbstverständlich, obwohl die Produkte natürlich völlig verschieden sind. Die Zielgruppen, also die Kunden dagegen sind weitgehend gleich. Haushalte, Familien, Männer, Frauen in jedem Alter und jeder sozialen Schicht. Die Basis des Erfolgs ist für jeden Verkäufer, ganz gleich welche Produkte er anbietet, immer gleich: Er muss Interesse we­cken, begeistern, Kompetenz aus­strahlen, mit Menschen umgehen können und schließlich, wie wir Verkäufer sagen, „den Sack zu­ma­chen können“, also zu einem Ab­schluss kommen. Das beste Kun­dengespräch nützt nichts, wenn der Verkäufer danach ohne einen Auftrag das Haus verlässt. Nicht zu vergessen, eine Empfehlung sollte er auch gleich noch mitnehmen.

NK: Gibt es von Seiten der In­dus­trie oder großen Handelsunternehmen keine Vorbehalte gegen das Direktvertriebs-Geschäft?

Michael Hausenblas: Nein, im Gegenteil. Ich habe mit einigen großen Konzernen gesprochen, die mit großer Bewunderung die Erfolge des Direktvertriebs beobachten und nicht selten darüber nachdenken, ebenfalls in dieser zukunftsträchtigen Vertriebsschiene tätig zu werden. Ein Beispiel habe ich gerade in der letzten Network-Karriere gesehen: Vodafone steigt in den Direktvertrieb ein – ein Unternehmen, das zu den Top 50 der Welt gehört.

NK: Sie werden Ihr Verkäuferwissen als Coach künftig an Unternehmen und deren Vertriebsmitarbeiter weiter geben. Wird es auch so genannte „Offene Seminare“, also firmenunabhängige Seminare geben?

Michael Hausenblas: Ja, ich praktiziere schon seit Jahren Gruppen- und Einzel-Coachings. Die Termine finden jeweils nach Vereinbarung statt.

www.michael-hausenblas.de/coaching